Aktuelles


29. April 2012

Am 27.04.2012 wurde der Wehrleiter der FF 1501 zu seinem ganz persönlichen Einsatz alarmiert. Am Festungsgraben in Berlin-Mitte lautete die Anschrift und das Stichwort “Herzen in Flammen”.  Gegen 14:00 Uhr gaben sich Jana und Stefan im dortigen Standesamt das Ja-Wort. Bei schönstem Sommerwetter traten die Kameraden der FF Urban zum Ehrenspalier für das Brautpaar an.

 

 

 

Der Tradition entsprechend schreitet das frisch gebackene Ehepaar durch ein Spalier Feuerwehräxte, die auf Kommando des Staffelführers vom Dienst über die Köpfe der Eheleute gehalten werden.

 

 

 

Ebenfalls eine lieb gewonnene Tradition ist das gemeinsame Löschen eines kleinen Feuers mit der Kübelspritze, dass vorher von den Kameraden entzündet wurde. Hier zeigt sich dann, wer in der Familie zukünftig das Kommando hat ;-) .

 

 

 

Statt einer Karte erhielten die Brautleute einen entsprechenden persönlichen Einsatzzettel. Auf diesem Alarmausdruck unterschrieben selbstverständlich alle anwesenden Kameraden.

Die Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Urban wünscht den Eheleuten alles Gute und viel Glück für den gemeinsamen Lebensweg.

Natürlich hoffen wir, dass Jana Stefan weiterhin zur Feuerwehr lässt :-)

MG

 


22. April 2012

Mit einer Stunde Verspätung wurde der Einsatzdienst vom 20.04.2012 gestartet, verursacht wurde die Verzögerung durch einen Defekt an einem Atemschutzgerät. Dieses musste ausgetauscht werde und zudem das Fahrzeug entsprechend für den Dienst vorbereitet werden.

Die fehlende Stunde viel aber weiter nicht ins Gewicht, war wieder ein 12-Stunden-Dienst angesetzt, der zwar nur vier Alarme aufbot, aber trotzdem mit einer Tätigkeit fernab jeglicher Routine abschloss.

Der erste Alarm erfolgte, wie sollte es anders sein, als gerade das Essen auf dem Tisch stand. Das Einsatzstichwort hierzu “Schadstoff gering”.  An der Einsatzstelle stellte sich der Sachverhalt als “Schadstoff sehr gering” oder auch Feuerwehr nicht erforderlich heraus. Ein Mitglied einer Initiative, die sich um die Straßenbäume im Kiez kümmert, hatte den brisanten Fall entdeckt.

Hierbei handelte es sich lediglich um einen alten Kunststoffkanister, der eine geringe Restmenge eines Haushaltsreinigers enthielt, wie die unbestechliche Nase des Staffelführers ermittelte. Nach Erkundung konnte festgestellt werden, dass der Baum wohlauf war. Ob das auch auf die Freunde der Bäume zutrifft wurde dann nicht weiter ermittelt.  Der Kanister wurde über den Hausmüll entsorgt.

Gegen 21:00 Uhr wurde das LHF zu einem Gasgeruch in die Skalitzer Straße gerufen. Ausströmendes Gas wurde allerdings weder durch die Messung mit dem Messgerät “Titian”, noch durch die Messungen des C-Dienstes festgestellt. Wie die Messungen der Mitarbeiter der Netzgesellschaft ausgingen, wurde nicht abgewartet. Möglicherweise könnte es sich hier um einen technischen Defekt an einem Gasherd gehandelt haben, der nur bei dem Betrieb des Geräts aufgetreten sein könnte.

Auch der nächste Einsatz gegen 22;40 Uhr am Hermannplatz beinhaltete keine Tätigkeit für die LHF-Besatzung. Alarmiert wurde zum Stichwort Verkehrsunfall + medizinischer Notfall. Am Hermannplatz war ein Fußgänger von einem Pkw erfasst worden, der RTW der Wache 1600 hatte die Lage allein im Griff, technische Hilfe war nicht von Nöten.

Zeit, um in Bet zu gehen. Ein Teil der Mannschaft hatte sich gerade zur Ruhe gelegt, als gegen 00:10 Uhr der Pieper zur technischen Hilfeleistung rief.

Der zusätzliche Hinweis zum Einsatzstichwort auf dem Alarmzettel sorgte dann doch erst für ungläubiges Staunen und dann für Erheiterung zu später Stunde. Auf dem Ausdruck war angegeben, dass ein männlicher Mitbürger in einem Dixi-Klo bis zur Hüfte feststecken sollte.

Nun wissen wir alle, dass nicht jeder Anruf in der Leitstelle auch der Wahrheit entspricht, vor Ort wurde allerdings schnell klar, dass es sich hier nicht um einen Spaßanruf hantelte. Tatsächlich steckt ein betagter, älterer Mitbürger in der Öffnung des Dixi-Klos bis in Höhe des Bauchnabels fest. Wie der Rentner in die missliche Lage kam, dafür hatte weder er, noch die Kameraden eine logische Erklärung. Alles half nicht, der ältere Herr musste aus seiner Zwangslage befreit werden. Da alle Versuche scheiterten, durch Heben Helmut (wer zusammen aufs Klo geht, darf sich auch duzen) zu befreien, musste vorsichtig der Kunststoffkasten angebohrt und mittels Blechschere aufgeknabbert (jetzt bitte nicht an die Snacks vor dem Fernseher denken) werden. Somit wurde die Öffnung derart vergrößert, dass er mit Hilfe des A-Trupps (die sich zwischenzeitlich aus gutem Grund Spritzschutzoveralls angezogen hatten) aus dem Fäkaliensammelbehälter herausgehoben werden konnte. Nach kurzer Untersuchung durch das medizinisch geschulte Personal des LHF war schnell klar, dass der Unglücksrabe unverletzt und wohlauf war und nach Hause entlassen werden konnte.

Helmut verströmte inzwischen ein derart strenges Aroma, dass ein Transport im RTW oder LHF ausschied und die Polizei zur Hilfe gerufen wurde. Gut verpackt in einem der Spritzschutzoveralls  konnte er dann die Heimreise im Funkwagen antreten.

Zurück blieb die LHF-Besatzung mit dem guten Gefühl, einen Menschen aus der Scheiße gezogen zu haben, mit weniger guten Gerüchen in der Nase und dem Wissen, einen wirklich nicht alltäglichen Einsatz abgearbeitet zu haben, der lange im Gedächtnis bleiben wird.

Für den Rest der Nacht war dann durchschlafen angesagt, bevor gegen 07:00 Uhr der Dienst endete.

MG


8. April 2012

Aufgrund des Osterfestes wurde der planmäßige Einsatzdienst um einen Tag auf den Donnerstag vorverlegt. Nachdem das Stammfahrzeug aus der Werkstatt zurück gekehrt war, musste dieses erst auf Vollständigkeit der Ausrüstung überprüft und der Löschwassertank gefüllt werden. Nach dem dann der Truppführer des A-Trupps dann auch endlich seine Klamotten wieder aufgefunden hatte, die er nach dem letzten Dienst in der Fahrzeughalle hängen ließ, konnte das Fahrzeug bei der Leitstelle angemeldet werden.  Erschwerend kam hinzu, dass der Schlüssel des bisher genutzten Reserve-LHF auf der Wache nicht aufzufinden war, daher mussten die beiden Alarme des Einsatzdienstes vom Hof der Wache gefahren werden. Irgendwie ein Einsatzdienst mit Hindernissen.

Der erste Alarm führte in die Admiralstraße, hier wollten Anwohner gegen 20:00 Uhr Brandgeruch und Rauchentwicklung aus einer Wohnung bemerkt haben. Zusammen mit Kräften der Wache 1500 und der DLK 1600 würde zur Einsatzstelle ausgerückt. Nach Erkundung der Führungskräfte konnte der Leitstelle ein Fehlalarm gemeldet werden.

Gegen 21:30 Uhr folgte der zweite Alarm des Abends. Diesmal zu einer ausgelösten Brandmeldeanlage am Kottbusser Damm. Allerdings kam das LHF 1501 an der Einsatzstelle nicht an, zusammen mit der DLK 1600 wurden die Kräfte auf der Anfahrt abbestellt. .

Gegen 00:00 Uhr wurde das LHF dann bei der Leitstelle abgemeldet und zum Feierabendbier in eine nahe Lokalität verlegt.

MG


1. April 2012

Verhalten startete der Einsatzdienst vom 30.03.12, hatten sich doch zunächst nur fünf Kameraden zum Dienst eingefunden. Trotzdem wurde ein Fahrzeug, wenn auch personalgemindert bei der Leitstelle angemeldet.

Gegen 18:40 Uhr wurde das LHF dann zur Tragehilfe am U-Bhf Mehringdamm alarmiert, da die RTW und NEF Besatzungung mit dem alkoholisierten und renitenten (der Mann hatte bereits mehrfach nach dem Notarzt geschlagen) Patienten leicht überfordert waren. Mit vereinten Kräften gelang es dann doch den Mitbürger in der RTW zu bringen und ihn mit einem Schädltrauma dem Krankenhaus zuzuführen.

 

Nun kommt unverhofft ja bekanntlich oft und so trudelte dann doch noch ein Kamerad auf der Wache ein. Eigentlich nur zum Quatschen vorbeigekommen, ließ sich Basti dann doch noch überreden auf das Fahrzeug zu springen und so konnte gegen 19:30 Uhr das LHF mit voller Fahrzeugbesatzung an den Start gehen.

 

Gegen 20:00 Uhr wurde die Feuerwehr in die Wiener Straße gerufen. Hier war der Aufzug stehen geblieben und die eingeschlossene Person wohl leicht in Panik geraten. Daher wurde von der Leitstelle zusätzlich ein RTW zur Einsatzstelle disponiert. Zeitgleich mit den Fahrzeugen der Feuerwehr traf der Aufzugnotdienst ein, der die Person befreite. Lediglich der Staffelführer und die RTW – Besatzung konnten sich sportlich betätigen, steckt der Lift in der 8. Etage fest.

 

Ein weiterer Alarm erfolgt gegen 21:00 Uhr, gleichzeitig mit den LHF der Wache 1500 und 1600, sowie der DLK und einem RTW ging es zum Hermannplatz in Neukölln zum Stichwort „Feuer 4 Staffeln“. Komplettiert wurden die 4 Staffeln von der Wache Neukölln, die gleich noch ihre DLK mitbrachten.

Einsatzanlass war eine ausgelöste Brandmeldeanlage eines großen Warenhauses. Hierbei handelte es sich aber um einen Fehlalarm, so dass die Feuerwehrshow zügig beendet werden konnte.

 

Zum Stichwort „Ölaustritt“ ging es dann gegen 21:45 Uhr. In der Karl-Liebknecht-Straße war bei einem Pkw Getriebeöl ausgelaufen, das auf einer Fläche von ca. einem Quadratmeter die Fahrbahn benetzte.

Der Wassertrupp nahm sich der Sache mit Bindemittel und einem Besen an und bekämpfte die Gefahrenstelle formvollendet, während der Staffelführer die Daten für den Kostenbericht sammelte. Tja, wer nicht in der Lage ist, selbst zwei Hände Sand auf die Öllache zu streuen, muss eben bluten.

 

Auf der Rückfahrt von der Karl-Liebknecht-Straße traf das LHF eine Alarmierung über Funk zum heftigen Brustschmerz just in dem Moment, als die Zapfpistole im Tankstutzen des Fahrzeugs steckte.

Also musste das Tanken abgebrochen werden und mit Sonderrechten in die Neuköllner Weserstraße verlegt werden.

Hier klagte eine Mitbürgerin über Schmerzen im Brustbereich, die auf Herzprobleme hindeuteten.

Die Patientin wurde dem RTW der Wache Mitte übergeben.

 

Kurz vor Dienstschluss ereilte uns der 6. Einsatz des Abends. In der Friedrichshainer Lehmbruchstraße brannten 2 Paletten Gipskartonplatten und ein Dixiklo.

Das Kleinfeuer konnte relativ schnell gelöscht werden. Erschwert wurden die Arbeiten lediglich dadurch, dass die Platten umgestapelt werden mussten, um an die letzten Glutnester der Holzpaletten heranzukommen. Auch das Dixiklo hatte schon bessere Tage gesehen, wurde es doch durch die Hitze leicht deformiert.

Daher zogen sich die Arbeiten etwas in die Länge und das Dienstabschlussbier, das an diesem Abend Bastis Vater gewidmet war, musst noch etwas warten.

MG

 

 


16. März 2012

Nun gut, das Engelbecken in Kreuzberg ist jetzt nicht so direkt ein See, trotzdem sitzt es sich im Sommer dort sehr gemütlich und auch das am Ufer etablierte Cafe lädt zum Verweilen ein.

 Der Bürgerverein Luisenstadt e.V. kümmert sich liebevoll um die Parkanlage, deren Mitglieder auch ein Herz für Wasservögel haben. Von ihnen wurde ein Holzhäuschen als Brutstätte für Enten und Schwäne errichtet und auf einem Ponton im Engelbecken verankert.

Leider wurde von Unbekannten nachts das Schwanenhaus vom Ponton gekippt, ins Wasser geworfen und dabei schwer beschädigt.

Traurig, wenn so viel soziales Engagement durch die Zerstörungswut einiger geistiger Kleingärtner torpediert wird. Aufgrund der noch recht kühlen Jahreszeit und des Gewichts des Häuschens, wandte sich der Verein hilfesuchend an die Pressestelle der Berliner Feuerwehr, die das Hilfeersuchen an die Freiwillige Feuerwehr Urban weiterleitete.

Im Rahmen des Übungsdienstes konnten dem Bürgerverein geholfen werden und damit gleichzeitig der Einsatz des kürzlich neubeschafften Ice-Commanders geübt werden.

 Dieser Überlebensanzug ist für den Einsatz bei niedrigen Temperaturen im Wasser und zur Eisrettung vorgesehen und schützt die Einsatzkraft vor Kälteschäden. Durch das große Luftpolster im Anzug, werden die Fortbewegung und das Retten von Personen im Wasser erleichtert.

 Weitere Informationen zu dem Einsatzmittel finden Sie hier: http://www.lehmar.de/deutsch/ueberlebensanzug.html

Nachdem die Einsatzstelle durch die Maschinisten ausgeleuchtet war, konnte sich ein Kamerad mit dem Anzug in das Wasser begeben und wasserseitig die Bergung des Häuschens unterstützen. Zusätzlich rüsteten sich noch zwei Kräfte mit Watstiefel aus, um am flachen Ufer in das Wasser gehen zu können.

 

Mit vereinten Kräften wurde nun die Holzkonstruktion, deren Gewicht nicht unerheblich ist, auf die Ufermauer gehoben und abtransportiert, um sie in einem umzäunten Bereich sicher abstellen zu können.

 

Insgesamt ein gelungener Übungsdienst, die Bergung wurde erfolgreich bewältigt, das neue Einsatzmittel getestet und der Dienst fand bei einem Kaffee am Ufer des Engelbeckens einen entspannten ausklang.



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