Der Einsatzdienst vom Freitag folgte zunächst den gewohnten Bahnen. Nach der Diensteinteilung und der Überprüfung des Fahrzeugs gönnte sich die Besatzung des LHF die obligatorische Currywurst.
Kurz nach dem Verlassen der stadtbekannten Wurstbude am Mehringdamm Nr. 36 schlug der Blitz ein. Über Funk wurde das LHF 1501 durch die Leitstelle zu einem Wohnungsbrand in die Kreuzberger Solmsstraße alarmiert.
Bedingt durch den günstigen Standort traft die FF als erstes Fahrzeug an der Einsatzstelle ein. Der Brand konnte schnell lokalisiert werden, da bereits dichter Rauch aus einem Fenster in der vierten Etage quoll. Sofort wurde die Brandbekämpfung eingeleitet, eine schweißtreibende Angelegenheit für die arbeitenden Trupps.
Der Aufbau der Wasserversorgung gestaltete sich insofern schwierig, da der Hydrant, der genutzt werden sollte, durch Bauarbeiten an der Leitung nicht betriebsbereit war.
Mit der Unterstützung der nachfolgend eingetroffenen Kräfte konnte schnell ein anderer Hydrant angezapft werden.
Nach der gewaltsamen Öffnung der Wohnungstür konnte der A-Trupp die Flammen schnell löschen und eine Querbelüftung herstellen. Dadurch war auch eine zügige Vornahme des Drucklüfters möglich, der den Rauch aus der Wohnung drückte und so den Treppenraum rauchfrei hielt.
Langwieriger waren die Nacharbeiten. Durch Glutnester in der Decke war ein Teilabriss des Deckenputzes erforderlich. Um alle Gefahren auszuschließen, wurde der darüberliegende Dachboden kontrolliert. Die Bilder der Wärmebildkamera ließen kein Zweifel aufkommen, dass noch Hitzenester vorhanden waren. Für die Nachlöscharbeiten war die Aufnahme von Teilen der Bodendielen erforderlich, dies wurde mithilfe der Kettensäge vom Wassertrupp erledigt. Bei den abschließenden Aufräumarbeiten ging leider noch eine Fensterscheibe im Treppenhaus zu Bruch.
Insgesamt gute zwei Stunden Einsatz, bei dem es für jeden etwas zu tun gab. Nach der Rückkehr zur Wache zwecks Reinigung von Mannschaft und Gerät wurde das Fahrzeug wieder einsatzbereit gemacht und anschließend wieder in den Dienst genommen.
Gegen 21:50 Uhr erhielt das LHF einen weiteren Einsatz zu einem Tier in Notlage. In einer Tiefgarage in der Kochstraße saß eine Katze in einem Lüftungsschacht fest. Gerade als die Erkundung abgeschlossen war und die Befehle an die Trupps ergehen sollten, befreite sich der Treppentiger von allein. Wie und aus welcher Öffnung, das wird das Geheimnis der Katze bleiben.
Nach Abschluss des Einsatzes ging es zur Nachkontrolle der Einsatzstelle in der Solmsstraße. Zwar war die Brandstelle kalt, ein Problem stellte aber ein tropfendes Wasserrohr dar, welches sich durch die Brandhitze ausgelötet hatte. Die Suche nach dem Absperrhahn der Wohnung blieb erfolglos. Da bekannt war, dass auf dem KLEF ein Kamerad mit einer Installateurausbildung seinen Dienst versah, wurde das Fahrzeug kurzerhand angefordert.
Leider hatten die FF - Kameraden gerade Feierabend gemacht und das Fahrzeug wieder an die BF übergeben – dumm gelaufen (sollte das Tagesdatum was damit zu tun haben?). Nach der Beantwortung einiger Fragen über das Warum und Wieso, konnte der sich anbahnende Wasserschaden beseitigt werden und der Leitstelle der Schluss der Tätigkeiten gemeldet werden.
Auch die Kameraden des KLEF hatten zu tun. Zunächst war eine Ölspur zu beseitigen und im Anschluss wurden sie zum einem Wasserschaden gerufen.
Hierbei handelte es sich aber um eine geistig verwirrte Person, die den Wasserhahn ihrer Spüle aufgedreht hatte und den Schaden somit vorsätzlich verursacht hatte. Allerdings wollte sich die Person nicht vom Abdrehen des Wassers überzeugen lassen, was einen Angriff auf die KLEF-Besatzung zur Folge hatte. So endete dies in einem Polizeieinsatz und im Nachgang mit der Zwangseinweisung der Person in eine Nervenklinik.







