Aktuelles


15. August 2010

Der Einsatzdienst vom Freitag folgte zunächst den gewohnten Bahnen. Nach der Diensteinteilung und der Überprüfung des Fahrzeugs gönnte sich die Besatzung des LHF die obligatorische Currywurst.
Kurz nach dem Verlassen der stadtbekannten Wurstbude am Mehringdamm Nr. 36 schlug der Blitz ein. Über Funk wurde das LHF 1501 durch die Leitstelle zu einem Wohnungsbrand in die Kreuzberger Solmsstraße alarmiert.
Bedingt durch den günstigen Standort traft die FF als erstes Fahrzeug an der Einsatzstelle ein. Der Brand konnte schnell lokalisiert werden, da bereits dichter Rauch aus einem Fenster in der vierten Etage quoll. Sofort wurde die Brandbekämpfung eingeleitet, eine schweißtreibende Angelegenheit für die arbeitenden Trupps.
Der Aufbau der Wasserversorgung gestaltete sich insofern schwierig, da der Hydrant, der genutzt werden sollte, durch Bauarbeiten an der Leitung nicht betriebsbereit war.
Mit der Unterstützung der nachfolgend eingetroffenen Kräfte konnte schnell ein anderer Hydrant angezapft werden.
Nach der gewaltsamen Öffnung der Wohnungstür konnte der A-Trupp die Flammen schnell löschen und eine Querbelüftung herstellen. Dadurch war auch eine zügige Vornahme des Drucklüfters möglich, der den Rauch aus der Wohnung drückte und so den Treppenraum rauchfrei hielt.
Langwieriger waren die Nacharbeiten. Durch Glutnester in der Decke war ein Teilabriss des Deckenputzes erforderlich. Um alle Gefahren auszuschließen, wurde der darüberliegende Dachboden kontrolliert. Die Bilder der Wärmebildkamera ließen kein Zweifel aufkommen, dass noch Hitzenester vorhanden waren. Für die Nachlöscharbeiten war die Aufnahme von Teilen der Bodendielen erforderlich, dies wurde mithilfe der Kettensäge vom Wassertrupp erledigt. Bei den abschließenden Aufräumarbeiten ging leider noch eine Fensterscheibe im Treppenhaus zu Bruch.
Insgesamt gute zwei Stunden Einsatz, bei dem es für jeden etwas zu tun gab. Nach der Rückkehr zur Wache zwecks Reinigung von Mannschaft und Gerät wurde das Fahrzeug wieder einsatzbereit gemacht und anschließend wieder in den Dienst genommen.

Gegen 21:50 Uhr erhielt das LHF einen weiteren Einsatz zu einem Tier in Notlage. In einer Tiefgarage in der Kochstraße saß eine Katze in einem Lüftungsschacht fest. Gerade als die Erkundung abgeschlossen war und die Befehle an die Trupps ergehen sollten, befreite sich der Treppentiger von allein. Wie und aus welcher Öffnung, das wird das Geheimnis der Katze bleiben.

Nach Abschluss des Einsatzes ging es zur Nachkontrolle der Einsatzstelle in der Solmsstraße. Zwar war die Brandstelle kalt, ein Problem stellte aber ein tropfendes Wasserrohr dar, welches sich durch die Brandhitze ausgelötet hatte. Die Suche nach dem Absperrhahn der Wohnung blieb erfolglos. Da bekannt war, dass auf dem KLEF ein Kamerad mit einer Installateurausbildung seinen Dienst versah, wurde das Fahrzeug kurzerhand angefordert.
Leider hatten die FF - Kameraden gerade Feierabend gemacht und das Fahrzeug wieder an die BF übergeben – dumm gelaufen (sollte das Tagesdatum was damit zu tun haben?). Nach der Beantwortung einiger Fragen über das Warum und Wieso, konnte der sich anbahnende Wasserschaden beseitigt werden und der Leitstelle der Schluss der Tätigkeiten gemeldet werden.

Auch die Kameraden des KLEF hatten zu tun. Zunächst war eine Ölspur zu beseitigen und im Anschluss wurden sie zum einem Wasserschaden gerufen.
Hierbei handelte es sich aber um eine geistig verwirrte Person, die den Wasserhahn ihrer Spüle aufgedreht hatte und den Schaden somit vorsätzlich verursacht hatte. Allerdings wollte sich die Person nicht vom Abdrehen des Wassers überzeugen lassen, was einen Angriff auf die KLEF-Besatzung zur Folge hatte. So endete dies in einem Polizeieinsatz und im Nachgang mit der Zwangseinweisung der Person in eine Nervenklinik.


1. August 2010

Einen eher ruhigen Verlauf nahm der Einsatzdienst vom Freitag. Aufgrund der Personalstärke wurden das LHF und ein KLEF in den Dienst genommen.
Für beide Fahrzeuge galt es je einen Einsatz im Laufe des Abends abzuarbeiten. Zunächst wurde die Spritze zu einem Verkehrsunfall in die Möckernstraße gerufen. Die Einzelheiten zu diesem Einsatz können sie hier lesen

Gegen 22:30 Uhr kam dann auch das KLEF zum Zuge. In einem Jugendklub in Tempelhof wurde ein Wespennest entdeckt. Da die privat betriebene Einrichtung in den Abendstunden nicht für Besucher geöffnet ist und von den Tieren keine Gefahr ausging, wurde der Anrufer an einen Schädlingsbekämpfer verwiesen. Die Feuerwehr war somit nicht erforderlich.
Leider wurde die KLEF-Besatzung durch diesen spektakulären Fall um ihr Feierabendbier gebracht. Naja, auch so ein schweres Schicksal gehört zum Feuerwehrleben.


4. Juli 2010

Am 26. 06. 2010 hatte die FF Urban die Gelegenheit den Sprengplatz Grunewald zu besuchen. Das im Jagen 65 gelegene 200 m x 200 m große Areal wird etwa seit 1950 von der Polizei als Lagerstätte und Vernichtungsanlage für Sprengkörper und Munition genutzt.
Durch den Polizeifeuerwerker Engin Laumer von der dem Landeskriminalamt angegliederten Kriminaltechnik (LKA KT) wurden die Kameraden durch die Anlage geführt.
Zunächst konnten die Fundstücke des vergangenen Monats besichtigt werden. Neben Munition aller Kaliber werden auch immer wieder Waffen, Panzerfäuste und Handgranaten aufgefunden.
Diese Fundstücke treten oft bei Bauarbeiten zutage und sind in vielen Fällen in einem erstaunlich guten Zustand. Wie Herr Laumer erklärte, liegt dies an den Konservierungseigenschaften des Berliner Bodens. Dieser schützt die Munition vor dem Sauerstoff der Luft und verhindert den Verrottungsprozess. Somit verlieren die Reste der beiden Weltkriege nicht an Brisanz, die in einem speziellen Verfahren unschädlich gemacht werden. Allerdings werden nicht nur Hinterlassenschaften aus den Weltkriegen gefunden. Auch Kanonenkugeln aus sehr viel früheren Konflikten sind unter den Fundstücken zu finden, gelegentlich aber auch Erkennungsmarken und menschliche Überreste von gefallenen Soldaten. Im zweiten Teil zeigte Herr Laumer den Aufbau von Sprengkörpern und Beispiele für Sprengstoffe von Nitrozellulose über Schwarzpulver bis zu TNT. Hierbei erklärte er auch die Vorgehensweise bei der Entschärfung von Fliegerbomben, die noch in hoher Anzahl, auch 65 Jahre nach dem Ende der Kämpfe, im Boden vermutet werden. Aber nicht nur Kriegsmunition führt die Feuerwerker zu durchschnittlich drei Einsätzen täglich. Immer wieder haben es Laumer und seine Kollegen mit Bastlern und Waffennarren zu tun. Besonders rund um Sylvester wird gern chemisches Halbwissen für den Selbstbau von Böllern und Rohrbomben angewendet. Dass derartige Bastelarbeiten nicht immer gut ausgehen, versteht sich von selbst. Gelegentlich kommt es aber auch zu Dachbodenfunden. Waffen und Sprengmittel von Kriegsveteranen sorgsam verpackt und gehütet, werden bei Wohnungsauflösungen von Angehörigen gefunden und dann den Polizeifeuerwerkern übergeben.
Zum Abschluss erhielt die Wehr anhand praktischer Beispiele einen Eindruck von der Wirkungsweise verschiedener Explosivstoffe. Beeindruckend war beispielsweise die Zündung von einem Kilogramm TNT. Die Stärke der Druckwelle hinterließ einen bleibenden Eindruck.
Nach rund 2,5 Stunden ging ein gelungener Übungsdienst zu Ende. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Engin Laumer und seinen Kollegen für den spannenden und lehrreichen Vortrag. Die FF Urban wünscht den Polizeifeuerwerkern stets ein glückliches Händchen für ihre gefährliche Arbeit und eine gesunde Heimkehr von ihren Einsätzen.


24. Juni 2010

Durch die Feuerwehrleitstelle wurden heute gegen 10:22 Uhr mehrere Freiwillige Feuerwehren in den Dienst gerufen.

Neben der FF Urban wurden auch die Wachen Schöneberg und Neukölln zu ihren Standorten gerufen.

Grund der Alarmierung war eine Explosion in einer Transformatorenstation im Bezirk Neukölln.

Durch den anschließenden Folgebrand waren so viele Staffeln im Einsatz gebunden, dass sich die Leitstelle entschloss die Personalreserve anzufordern.

Die Einsatztätigkeiten der FF Urban beschränkten sich auf die Abarbeitung eines Verkehrshindernisses.

Gegen 14:00 Uhr waren alle Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr wieder einsatzbereit und der Dienst der FF beendet werden.

Zusammen mit dieser Wachbesetzung handelt es sich in diesem Jahr bereits um die achte Alarmierung unserer Wehr.

Sollten sie beim Durchschauen der Artikel nur auf sieben Indienstnahmen gekommen sein, so hat dies seine Richtigkeit.

Am 11. 06. 2010 wurde die FF Urban ebenfalls in den Dienst gerufen. Allerdings konnte die Wehr mangels Fahrzeug ihren Dienst nicht aufnehmen.

Das LHF befand sich zu diesem Zeitpunkt in Leipzig, um im Auftrag der Berliner Feuerwehr an einer Vorführung teilzunehmen.

Trotz vorangegangener Abmeldung bei den zuständigen Stellen wurde der Alarm ausgelöst.

Sehr zum Ärgernis der daheimgebliebenen Kameraden.

MG


3. Juni 2010

Die Alarmierung über die Meldeempfänger traf die Kameraden am 02.06.10 auf dem Weg in den Feierabend.

Gegen 16:00 Uhr löste die Leitstelle den Alarm aus, da es in Berlin-Kreuzberg in den Nachmittagsstunden zu einem Dachstuhlbrand kam.

Die ersten Einsatzkräfte erkannten schnell, dass Verstärkung erforderlich sein würde. Insgesamt 14 Staffeln und diverse Sonderfahrzeuge waren nötig, um den Brand am Paul-Linke-Ufer unter Kontrolle zu bringen.

Bilder zu diesem Einsatz finden Sie auf der Homepage der Berliner Feuerwehr (www.Berliner-Feuerwehr.de).

Zur Verstärkung des Einsatzdienstes wurden insgesamt 8 Freiwillige Feuerwehren zu ihren Wachen gerufen.

Die FF Urban verstärkt die Wache 1500 mit einem LHF, ab etwa 17:00 Uhr wurden zwei Alarme abgearbeitet.

Zunächst wurde die Mannschaft zu einem Feuer 2 Staffeln nach Neukölln gerufen. Hier versuchte, ein Bürger seine Nahrungsmittel in den gasförmigen Zustand zu bringen.

Das angebrannte Essen wurde durch Kräfte der Wache 1600 abgelöscht, der Einsatz der FF Urban war nicht erforderlich.

Im weiteren Verlauf des Dienstes wurde die FF Urban zusammen mit einem RTW nach Kreuzberg gerufen, um auf Ersuchen der Polizei eine Wohnungstür zu öffnen.

Nachbarn hatten einen Mitmieter länger nicht gesehen und machten sich Sorgen.

Durch Einschlagen zweier Holzkassetten konnte die Tür mit geringem Schaden geöffnet werden.

Der Mieter wurde nicht angetroffen.

Nach Rücksprache mit dem Lagedienst konnte dann der Dienst gegen 23:00 Uhr beendet werden.



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Die Berliner Feuerwehr unterstützt auch weiterhin die Kampagne zur Verbreitung von Rauchmeldern in Privatwohnungen - mehr Infos


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